Die Passaat und die Poseidon wurden mittlerweile mit einem AIS-Empfänger ausgerüstet, um die Sicherheit an Bord zu erhöhen und Kollisionen zu vermeiden.
Außerdem ist bei Zwischenfällen schnell Hilfe vor Ort, da alle Daten der Schiffe bekannt sind.
Was ist AIS eigentlich?
An sich werden die Technologien bereits seit Jahren genutzt, nur noch nicht in dieser Kombination.
Der GPS-Empfänger kann über Satellitensignale die genaue Position des Schiffes bestimmen, d.h. auch die Geschwindigkeit und den Kurs.
GPS haben wir bereits seit Jahren an Bord. Das gilt auch für den UKW-Schiffsfunk, mit dem wir mit anderen Schiffen und natürlich auch mit den Stationen der Küstenwache kommunizieren können.
AIS macht von beiden Technologien Gebrauch. Zunächst ermittelt der GPS-Empfänger die Position des Schiffes. Diese Daten werden über die UKF-Antenne übermittelt und können wiederum von anderen AIS-Empfängern/Transpondern empfangen werden.
So "weiß" die eine AIS-Station, wo sich andere AIS-Stationen befinden, und umgekehrt natürlich. Somit wird auf der elektronischen Karte der genaue Standort der Schiffe im Umfeld angezeigt.
Das hat folgende Vorteile:
Das AIS kann also (während der Fahrt natürlich) berechnen, ob sich ein anderes Schiff nähert. Sobald die Distanz gefährlich kurz wird, schlägt das AIS Alarm. Dasselbe System wird bereits seit Jahren in der Luftfahrt angewendet. Praktisch ist auch, dass bei sich nähernden Schiffen, bei denen man den Namen noch nicht erkennen kann - wie z.B. bei großen Seeschiffen - der Name gleich auf dem Bildschirm angezeigt wird. Sollten wir nun bei einem Brand an Bord oder einem anderen Zwischenfall sinken, dann weiß uns die Küstenwache schnell zu finden.
Schließlich sind wir ein Punkt auf dem Bildschirm mit einem Namen!
AIS ist momentan als Ausrüstung noch nicht vorgeschrieben, das wird aber in Kürze für alle Binnenschiffe eingeführt.
Die Passaat und die Poseidon sind bereits jetzt auf die neue maritime Zukunft vorbereitet.
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